Wertvoll

Über nichtmünzliche Zahlungsmittel aus aller Welt.

11.05. - 05.11. 2017

 

Bereits der antike Philosoph Platon stellte fest, dass Geld ein verabredetes Zeichen und eine Übereinkunft der Menschen ist, die sich in vielerlei Gestalt zeigt. Die neue Sonderausstellung im Deutschen Schloss- und Beschlägemuseum greift diesen Gedanken auf und präsentiert auf spannende und unterhaltsame Weise die Gelder der Welt in ihren verschiedensten Formen und Ausprägungen.

 

So können die Besucher bei einem Rundgang durch alle Erdteile des Globus wertvolle Dinge entdecken: Exotische Schnecken und Muscheln, eindrucksvolle Salzbarren und Teeziegel, prächtige Armreifen und Trommeln sowie kuriose Metallgebilde geben einen Eindruck davon, was alles Geld sein kann. Dabei zeigt sich, dass jeder Gegenstand als Geld funktionieren kann, wenn nur alle an den jeweils zugeschriebenen Wert glauben …

 

Schnell wird deutlich: Im Grunde hat sich nicht viel verändert! Wie auch heute bezahlten die Menschen früher ihre Schulden mit dem jeweils gesellschaftlich anerkannten Geld. Darüber hinaus wurde in zahlreichen Kulturen Geld gehortet oder die Menschen trugen ihre Wertobjekte am Körper, um ihren Status zu demonstrieren – auch diese Phänomene sind uns aus heutiger Zeit bekannt.

 

Während des Rundgangs wird auch Velbert thematisiert, denn hier wurden begehrte Waren gegen Schlösser eingetauscht. In schwierigen Lebenssituationen, zum Beispiel in Zeiten von Krieg oder Inflation, greifen die Menschen auf solche alternativen Geldformen zurück, mit denen sie neben der gängigen Währung bezahlen können. Wer kennt nicht die Zigarettenwährung, mit der man nach dem Zweiten Weltkrieg lebensnotwendige Dinge einkaufen konnte?

 

Doch wie ist die Situation heute? In einem separaten Raum werden aktuelle Debatten thematisiert: So gibt es heutzutage Tauschringe, in denen gegen eine neue Verrechnungseinheit Dienstleistungen und Waren eingetauscht werden. Auch das Phänomen der Regionalwährungen und die gegenwärtige Diskussion um die Abschaffung des Bargeldes zeigen, dass das Thema „nichtmünzliche Zahlungsmittel“ aktueller ist denn je …

 

Die Ausstellung mit ihrem reichhaltigen Rahmenprogramm läuft bis zum 5. November 2017. Jeder Besucher kann bis zum Ende der Ausstellung aktiv mitwirken und eine „Mitmach-Vitrine“ mit einer Währung seiner Wahl bestücken. Womit könnte man noch bezahlen? Von Zahnbürste bis Kochlöffel ist alles erlaubt!

 

Aktuelles

IN VORBEREITUNG: 

Deutsches Schloss- und Beschlägemuseum

im Forum Niederberg

Oststraße 20, 42551 Velbert

Tel. 02051/26-2285

Fax. 02051/26-2297

Email: museum@velbert.de

 

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